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WLV ist BEST PRACTICE - Betrieb!

Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland hat sich an einer Benchmarking - Studie der ÖVGW beteiligt, welche von der Technischen Universität Graz und der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt wurde. Damit hat sich der WLVNB einem gesamtbetrieblichen Vergleich mit 58 Wasserversorgungsunternehmen gestellt. Diese wissenschaftliche Studie – die aus Anlass des Weltwassertages 2013 heute in Eisenstadt präsentiert wurde - ergab nun, dass der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland im Bereich der Wasserversorgung auf bundesweit höchstem Qualitätsniveau arbeitet und als ländlicher Wasserversorger als BEST PRACTICE – Betrieb eingestuft wurde.

v.l.n.r.: DI Dr. Roman Neunteufel, Mag. Nikolaus Sauer, Bgm. Ing. Gerhard Zapfl, LAbg. Bgm. Erich Trummer und DI Dr. Helmut Herlicska

Benchmarking im Allgemeinen bedeutet die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten durch den Vergleich mit anderen Unternehmen. Ziel ist es, aus dem Vergleich mit dem Besten die wirkungsvollsten Methoden („Best Practice“) zur Bewältigung der betrieblichen Anforderungen herauszufinden. In der vorliegenden 148-seitigen Benchmarking - Studie haben sich österreichweit 58 Wasserversorger freiwillig und anonym einem Vergleich in der Branche gestellt. „Die durchgeführten Unternehmensvergleiche sind eine wichtige Basis für die Absicherung des hohen Standards, sowie die weitere Verbesserung der österreichischen Wasserversorgungsstruktur“ erläutert einer der Hauptautoren der Studie, DI Dr. Roman Neunteufel, von der Universität für Bodenkultur. In der wissenschaftlichen Ausarbeitung der Technischen Universität Graz und der Universität für Bodenkultur Wien hat sich im Bereich ländlich strukturierter Betriebe herausgestellt, dass der WLV als Wasserversorger des Nordburgenlandes bundesweit gesamtbetrieblich betrachtet an erster Stelle steht. Die Zielbereiche Versorgungssicherheit, Versorgungsqualität, Effizienz, Nachhaltigkeit der Wasserversorgung und Kundenservice wurden anhand von ca. 150 Kennzahlen beurteilt. Alle Zielbereiche werden vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland gleichmäßig auf hohem Niveau abgedeckt. 
 

Der Kundenservice des WLV ist der Beste
unter den vergleichbaren Betrieben

Der Kundenservicelevel wird zu einem sehr hohen Prozentsatz (94 %) erfüllt. Sowohl hinsichtlich der Dienstleistungsqualität, wie auch betreffend der Tarife und Abrechnungen, sowie der Informationen und Kundenbeziehungen wird das Service als sehr gut bewertet (Note 3,9 auf einer Skala von 1 bis 4). Die systematische Beschwerdeerfassung für die Früherkennung von Kundenanliegen wird ebenfalls als sehr wichtig und positiv angesehen.
„Es freut uns natürlich sehr, dass wir als öffentliches burgenländisches Unternehmen der Daseinsvorsorge als Vorzeigebetrieb aus dieser universitären Studie hervorgegangen sind. Die Studie beweist auch, dass der WLV als öffentliches gemeinnütziges Unternehmen zum Wohle der Allgemeinheit beste Arbeit leistet. Wir sind stolz, dass wir für unsere Wasserversorgung die besten Noten ausgestellt bekommen haben“, so der Leitende Bedienstete des WLV, Mag. Nikolaus Sauer.


Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit auf hohem Niveau

Im Zuge des Benchmarkings wurde festgestellt, dass die Versorgungsqualität des WLV sehr hochstehend ist. So ist insbesondere anzumerken, dass auch die Anzahl der durchgeführten Wasseruntersuchungen zur Qualitätssicherung ein Vielfaches der gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen beträgt. Die Versorgungssicherheit befindet sich ebenfalls auf hohem Niveau, wobei insbesondere die vorhandene Behälterkapazität und Vernetzung des Systems Versorgungsausfällen vorbeugen. Zur noch besseren Ausfallsbedarfsdeckung wird die zusätzliche Erschließung von Wasserspendern, sowie die Vernetzung mit anderen Wasserversorgern empfohlen. Im Bereich der Nachhaltigkeit werden die bereits getätigten Investitionen in die Rehabilitation bzw. Sanierung des in die Jahre gekommenen Versorgungsnetzes als positiv angesehen, wobei hier für die kommenden Jahre noch wesentliche weitere Anstrengungen erforderlich sind.
Besondere Herausforderungen für einen effizienten Betrieb stellen die großen Rohrleitungslängen und die damit im Zusammenhang stehenden Rohrleitungsrehabilitationen (Erneuerungen), im Zusammenhang mit gleichzeitig vergleichsweise geringen Abgabemengen dar. Kostenintensiv ist aber auch der erfolgende Anlagenausbau im Zusammenhang mit der positiven Wirtschaftsentwicklung der Region.
„Zwecks Absicherung der in der Studie erreichten hohen Werte bei der Nachhaltigkeit und der Versorgungssicherheit, wird der WLV – neben der Steigerung der Rehabilitationsraten – auch die Ausweitung der vom WLV kontrollierten Schutzgebietsflächen anstreben und weitere Optimierungen bei der Netzstruktur durchführen. Der WLV jedenfalls nimmt die Vorsorge für die nächsten Generationen als eine seiner Hauptaufgaben wahr,“ erklärt DI Dr. Helmut Herlicska, Technischer Betriebsleiter des WLV.

Modernisierungsprozess soll auch in Zukunft gewährleistet sein

"Die tollen Ergebnissen der Kundenbefragung 2012, die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems verbunden mit der Verleihung des ISO-Zertifikats und das Ergebnis der gegenständlichen Benchmarking - Studie bestärken uns voll in unserer Philosophie der ganzheitlichen Betriebsmodernisierung. Aus diesem Grunde werden wir unsere Bemühungen fortsetzen und uns auch an künftigen, von der ÖVGW bereits ins Auge gefassten Benchmarking Projekten beteiligen“, meint Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl.

„Schutz des Wassers“ ist in der Bundes-
und Landesverfassung zu verankern

Zur aktuellen Diskussion rund um die geplante EU-Konzessionsrichtlinie erklärt der Präsident der Gemeindevertreterverbandes Burgenland, LAbg. Bgm. Erich Trummer, „dass die Politik alles daran setzen wird, damit die Wasserversorgung als zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge auch in Hinkunft in öffentlicher Hand bleibt. Der Schutz unseres Wassers ist daher sowohl in der Bundes- als auch in der Landesverfassung zu verankern. Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland und alle übrigen burgenländischen Wasserversorger müssen weiterhin gemeinnützig bleiben und nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Nur auf diese Art kann den hier im Burgenland lebenden Menschen auch in Zukunft Wasser in ausreichender Menge, in höchster Qualität – und noch dazu - zu einem kostengünstigen Preis zur Verfügung gestellt werden“, so der Präsident abschließend.

Eisenstadt,  am  21. März 2013
 
Bgm. Ing. Gerhard Zapfl
(Obmann)