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Wasserleitungsverband
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Österreichweiter TRINK´WASSERTAG am 19. Juni 2020

19.06.20

Der österreichische Trinkwassertag findet heuer bereits zum 5. Mal statt und steht dieses Jahr unter dem Motto „Krisensichere Trinkwasserversorgung“. Wie sicher ist die Trinkwasserversorgung in Österreich – auch im Fall eines Ausnahmezustands wie einer Pandemie, eines Blackouts oder einer Cyberattacke?

Für uns in Österreich ist es selbstverständlich, dass wir täglich bestes Trinkwasser aus der Wasserleitung genießen und nutzen dürfen. Dafür sorgen tagtäglich rund 5.500 Wasserversorger in ganz Österreich. Und doch könnte plötzlich alles anders sein. Seit COVID-19 haben wir eine Vorstellung davon bekommen, wie schnell sich scheinbar feste Abläufe ändern können und wie sehr das unser tägliches Leben auf den Kopf stellt. „Daher setzt die Branche dieses Jahr auf eine umfassende Information zum Thema krisensichere Trinkwasserversorgung“, so der ÖVGW-Präsident DI Franz Dinhobl. Wir leben grundsätzlich in einer sehr sicheren Zeit und sind so gut versorgt wie nie zuvor – das gilt auch für die Trinkwasserversorgung, die sehr gut organisiert ist, jedoch von Krisen wie zum Beispiel Cyberattacken, Krankheitserregern oder einem Blackout betroffen sein kann.

Gemeinsamer Aktionstag – heuer einmal anders

Der TRINK’WASSERTAG lässt sich heuer wegen der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie nicht wie gewohnt durch Schulbesuche in der Zentrale in Eisenstadt und der Außenstelle Neusiedl durchführen. Unter dem Motto „Gemeinsam informieren“ wird die von der ÖVGW erstelle Broschüre „Krisensichere Trinkwasserversorgung“ an alle 66 Mitgliedsgemeinden im Nordburgenland versendet.

Pandemie, Cyberangriffe und Blackout
die Trinkwasserversorger sind vorbereitet!

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig ausreichend und gut ausgebildetes Personal für die kritische Infrastruktur ist. Das Trinkwasser war in der aktuellen Krise nicht direkt betroffen, sehr wohl aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wasserwerken. Für solche Fälle legen Notfallpläne fest, wie das Personal bestmöglich vor einer Ansteckung geschützt wird, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Bei einem Stromausfall ist es dank der gebirgigen Landschaft in Österreich möglich, viele Regionen ohne Pumpen, nur mithilfe des natürlichen Gefälles mit Trinkwasser zu versorgen. Wo kein Gefälle den Wassertransport unterstützt, werden Pumpen eingesetzt. Wasserversorger sind gut darauf vorbereitet und können einen Stromausfall überbrücken bzw. zumindest eine Notversorgung sicherstellen. Die Steuerung der Trinkwasseranlagen kann im Notfall – z.B. bedingt durch eine Cyberattacke – auch auf händischen Betrieb umgestellt werden. Vor Verunreinigungen mit Krankheitserregern ist unser heimisches Trinkwasser generell sehr gut geschützt – etwa, indem wir zu 100 Prozent Grund- und Quellwasser nutzen, das zuvor durch den natürlichen Bodenfilter gereinigt wird. Die Wasserversorger kontrollieren laufend das Trinkwasser, um mögliche Verunreinigungen rasch zu erkennen und entsprechende Maßnahmen umgehend einleiten zu können. Gegen eventuell auftretende Krankheitserreger im Wasser werden Desinfektionsanlagen entweder bereits eingesetzt, oder sind für solche Fälle bereits vorbereitet.

Eigenverantwortung im Ausnahmezustand
Tipps für die Verbraucherinnen und Verbraucher

Trotz der gegebenen Sicherheit kann auch jede und jeder selbst vorsorgen und eigene Vorkehrungen treffen, um Krisensituationen gut bewältigen zu können. Wichtig ist es, in der Krise keine Hamsterkäufe zu tätigen. Einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser zu haben ist generell empfehlenswert. Bitte handeln sie entsprechend den Vorgaben Ihres Wasserversorgers – es kann zum Beispiel sein, dass Ihr Wasserversorger Sie bittet, den Pool nicht zu befüllen, um einen Spitzenbedarf zu verhindern.

 

Eisenstadt, am 19.06.2020 - Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl