"WASSER das Gold der Zukunft"

Wasserleitungsverband
Sie befinden sich hier:  Willkommen › Wissen › Was passiert im Wasserwerk?

Was passiert im Wasserwerk?

87 % der Haushalte in Österreich sind an öffentliche Wasserversorgungsnetze angeschlossen

Was passiert im Wasserwerk?
Was passiert im Wasserwerk?

Unter öffentlichen Wasserversorgern versteht am die Versorgung durch Gemeinden, Wasserverbände oder Wassergenossenschaften. Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland besteht aus 65 Mitgliedsgemeinden und versorgt 96 % der Menschen in den Bezirken Eisenstadt, Mattesburg und Neusiedl mit Trinkwasser.

Die wichtigsten Anlagen einer öffentlichen Wasserversorgung sind:

  • Wassergewinnungsstellen wie Brunnen oder Quellen,
  • Pumpenanlagen,
  • Hoch- oder Tiefbehältern,
  • Transportleitungen (Zubringerleitungen),
  • Versorgungsleitungen in den Ortsnetzen,
  • Hausanschlussleitungen sowie
  • eine Fernwirkanlage, von der aus die Anlagen von einer zentralen Stelle aus gesteuert werden können.

Das Wasser aus den Brunnen oder Quellen wird in die Transportleitungen eingespeist, bzw. zum Ausgleich von Verbrauchsschwankungen (Tag/Nacht) oder Störungen in Behältern gespeichert. Das in die Behälter eingeleitete Wasser wird durch ständige Durchströmung frisch gehalten. Die Wasserspeicher (Behälter) werden meist an Hügeln oder Kuppen errichtet (Hochbehälter), dadurch wird beim Ablassen des Wassers ein Druck erzeugt. Dieser Druck macht es möglich, dass das Wasser auch in einem mehrstöckigen Gebäude beim Öffnen des Wasserhahns aus der Leitung sprudelt. Jedes Haus, das an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen ist, verfügt über einen Wasserzähler. Damit kann festgestellt werden, wie viel Wasser jeder Haushalt verbraucht. Der Wasserverbrauch wird dann verrechnet.

Größter Vorteil einer öffentlichen Wasserversorgung ist im Gegensatz zum Hausbrunnen die Sicherheit, jederzeit mit bestens kontrolliertem Wasser versorgt zu werden.

Geschichte
Geschichte

Geschichte

Wasserleitungen sind seit jeher wichtiger Bestandteil einer Zivilisation, da aufgrund der Versorgung mit Frischwasser die Gefahr von Krankheiten durch mangelnde Hygiene gemindert wird.

Die ältesten Überlieferungen über Bauwerke zur Wasserlieferung stammen aus der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses II., also von ca. 1300 v. Chr. Die Römer waren für ihre umfangreichen Aquädukte bekannt. Die Wasserversorgung erfolgte über Zisternen, die das Regenwasser sammelten, durch Zieh- und Pumpbrunnen. Im Mittelalter wurden hölzerne Leitungen, so genannte „Pipen“ verwendet.

Erst im 15. und 16. Jahrhundert wurde eine systematische Versorgung der Städte mit Trinkwasser in Angriff genommen. Quellen wurden gefasst, in Leitungen floss das Wasser in Brunnstuben und zu einzelnen Brunnen, von denen das Wasser nach Hause getragen wurde. Der nächste Schritt war die Erweiterung der Brunnen mit „Kaltern“, Reservoires für Löschzwecke. Im 19. Jahrhundert war die Technik so weit, dass Rohrleitungen aus Gusseisen und Blei die Verlegung von Leitungen mit höherem Wasserdruck ermöglichte.