"WASSER das Gold der Zukunft"

Wasserleitungsverband
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Chronik

Eröffnung des neuen Zentralgebäudes
Eröffnung des neuen Zentralgebäudes in Eisenstadt vom 3. Juni 1969 - mit BP Franz JONAS und dem Langzeitobmann NR Fritz Robak

Nach Kriegsende 1945 war die Situation der Wasserversorgung in den burgenländischen Gemeinden äußerst prekär. Nur etwas mehr als 6 % aller Haushalte waren an eine öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Es überwog die Versorgung aus Hausbrunnen. Damit zusammenhängend traten in den folgenden Jahren Seuchen wie Typhus, Diphterie und andere Krankheiten mit epidemischem Charakter auf. Es war also dringender Handlungsbedarf gegeben, doch mangelte es im nördlichen Landesteil, dem Gebiet zwischen Rosalien- und Leithagebirge beziehungsweise in der West/ Ost-Ausdehnung zwischen der Landesgrenze bei Neudörfl und dem Seewinkel, also den politischen Bezirken Eisenstadt, Mattersburg und Neusiedl an ausreichenden Trinkwasservorkommen.

Probebohrungen

Die von der Geologischen  Bundesanstalt durchgeführten Probebohrungen ergaben, dass der größte Grundwassersee, die sogenannte Mitterndorfer Senke, im Raum Neudörfl und Neufeld über die Leitha ins Burgenland ragt. Diesem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass die für die Gemeinden des nördlichen Burgenlandes erforderlichen Trink- und Nutzwassermengen doch noch sichergestellt werden konnten. Es wurde also bei Neudörfl ein Brunnen mit einer Ergiebigkeit von 200 l/sec und bei Neufeld ein Brunnen mit 100 l/sec errichtet. Dazu kam noch das Quellgebiet bei Winden mit einer Schüttung von
25 l/sec.

Inbetriebnahme der WZ - Eich- und Prüfstation
Inbetriebnahme der WZ - Eich- und Prüfstation

Von der Wasserbauabteilung der Burgenländischen Landesregierung, der Geologischen Bundesanstalt und einer Arbeitsgemeinschaft von Zivilingenieuren wurde 1953 ein Vorprojekt gestartet, welches das zu versorgende Gebiet in fünf Zonen mit je einem Wasserhochbehälter bei Mattersburg, Schützen/Gebirge, Rohrbach, Schattendorf und Winden aufteilte.

Diese Speicheranlagen von den drei besagten Wasserspendern angespeist  sollten mit einem  Ringleitungssystem verbunden werden, um den ganzen Raum gravitativ versorgen zu können. Neben diesem großflächigen Versorgungssystem sollte jede Gemeinde einen eigenen Ortshochbehälter mit dem Fassungsvermögen eines mittleren Tagesverbrauchs erhalten.

Inbetriebnahme einer Schaltwarte
Inbetriebnahme einer Schaltwarte

Nunmehr galt es, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, die entsprechenden Organe zu bilden, und vor allem die Finanzierung dieses Großprojekts zu sichern. Es sollte ein Projekt geschaffen werden, das vor allem die hygienischen Ansprüche der Bevölkerung befriedigen, neuen Wohlstand begründen und der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Raums neue, moderne und richtungsweisende Perspektiven eröffnen sollte.

Eine 1952 gegründete Studienkommission legte bereits 1953 dem Burgenländischen Landtag ein Projekt vor, das ein 743 km2 großes Versorgungsgebiet mit 48 Gemeinden des nördlichen Burgenlandes und  80.000 Einwohnern, 62.000 Stück Groß- und Kleinvieh sowie 550 Betrieben vorsah.

Mit dem Bedarf von Landwirtschaft, Industrie und anderen gewerblichen Unternehmen ergab dies 220.000 Versorgungseinheiten à 100 Liter und mit Berücksichtigung eines eventuellen Mehrbedarfs von rund 30.000 m3. Die Kosten wurden mit 200 Millionen Schilling geschätzt.

Bereits am 8. Oktober 1954 befasste sich der Bgld. Landtag mit dem Entwurf  und  schuf mit dem "Gesetz über die Bildung eines Verbandes zur Errichtung  und  zum  Betrieb  einer  öffentlichen Wasserleitung für die Gemeinden des nördlichen    Burgenlandes²    die   gesetzlichen   Grundlagen   für   den Zusammenschluss      der      Gemeinden      zu      einem      regionalen Wasserversorgungsverband.    

1956: Wegen verfassungsrechtlicher Bedenken des Verfassungsdienstes des Bundeskanzleramtes und nach Ausarbeitung eines neuen Entwurfs wurde in der Sitzung vom 13. Juli 1956 das Gesetz einstimmig beschlossen und bildete von da an die gesetzliche Grundlage für den Auf- und Ausbau des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland.

1958: erfolgte weiters der Baubeginn der TL Neudörfl ­ Sauerbrunn ­ Mattersburg sowie TL Winden ­ Jois und TL Winden ­ Breitenbrunn.
Das Brunnenfeld Neudörfl wurde durch einen Horizontalfilterbrunnen von 4 m Durchmesser erschlossen.

1959: Baubeginn Ortsnetze Mattersburg, Walbersdorf, Marz.

1960: Baubeginn Ortsnetze Rohrbach sowie Neusiedl und Weiden.
Errichtung des Gruppenhochbehälters Mattersburg mit 9.000 m3 Fassungsvolumen.

1961: Ausbau der Transportleitungen Mattersburg ­ Siegendorf und Neusiedl ­ Jois sowie der Ortsnetze Mörbisch und Siegendorf.

1962: Weiterführung der Transportleitung von Siegendorf nach St.
Margarethen,  Trausdorf, Antau und Wulkaprodersdorf. Beginn des Ausbaues der Ortsnetze Zemendorf, Stöttera, Zagersdorf, Marz, Rohrbach, Antau, Pöttelsdorf, Trausdorf und St. Margarethen.

Baubeginn für ein neues Verwaltungsgebäude in Eisenstadt.

1963: Weiterer Ausbau der Transportleitung Neusiedl ­ Weiden und verschiedene Ortsnetze in den Bezirken Eisenstadt und Mattersburg.

1964: Aufnahme der Gemeinden Parndorf und Gols in den Verband. Weiterer Ausbau von Ortsnetzen und Transportleitungen

1965: Errichtung eines Hochbehälters in Rohrbach. Ausbau von Ortsnetzen.

1966: Zur Sicherung der Versorgung im Notfall werden weitere Behälter in Neusiedl,  Zagersdorf und Baumgarten gebaut.

1967: Aufnahme von 20 weiteren Gemeinden des Bezirkes Neusiedl (Seewinkel und Nordteil des Bezirkes) in den Verband. Eröffnung des neuen Verbandsgebäudes in Eisenstadt am 3. Juni durch Bundespräsident Franz Jonas (Fotos Seite 8).

1968: Baubeginn der Seeleitung Rust ­ Illmitz, längste Dükerleitung Europas mit einer Länge von 7.842 m.
Errichtung eines Horizontalfilterbrunnens in Gols mit einer Kapazität von 30 l/sec und Erhebung der Wasserschüttung im Brunnen Rust/Oggau auf 30 l/sec.
Grund: Stetig steigender Wasserbedarf auf inzwischen 4,7 Mio m3.

1969: Weiterer Ausbau der Transportleitungen Gols ­ Halbturn und Frauenkirchen ­ St. Andrä. Anschluss der Gemeinden Illmitz und Apetlon.
Errichtung von Hochbehältern in Gols, Weiden und Sigless.

1970: Bau des Brunnens Kleylehof bei Halbturn und Weiterführung der Transportleitungen. Eröffnung der Seeleitung Rust ­ Illmitz durch Bundespräsident  Franz Jonas.

1971: Weiterbau von Transportleitungen und Ausbau von Ortsnetzen.

1972: Errichtung eines weiteren Horizontalfilterbrunnens mit einer Kapazität / Konsens von 400 l/s. Baubeginn eines Spiralleitwandbehälters am Ruster Berg bei St. Margarethen mit einer Fassung von 10.000 m3.
Errichtung eines Verwaltungsgebäudes in Neusiedl am See.

1973: Inbetriebnahme des Brunnens Neudörfl II. Errichtung einer Verbindungsleitung von Neudörfl nach Neufeld. Schaffung weiterer Ringsysteme.

1974: Fertigstellung des Gruppenhochbehälters Seewinkel am Ruster Berg. Bau der Transportleitung Eisenstadt ­ St. Margarethen und Podersdorf ­ Frauenkirchen sowie Bau der Hochbehälter in Gattendorf und Mörbisch.

1975: Technische  Verbesserungen an verschiedenen Anlagen des Verbandes.  

1976: Weiterbau von Transportleitungen und Errichtung von Ortsversorgungen in allen Bezirken des Verbandsgebietes. Ausbau eines Horizontalfilterbrunnens in Purbach

1977 - 1980: Erschließung der Randzonen des Verbandsgebietes durch weitere Transportleitungen und Errichtung von Ortsnetzen.

1980: Baubeginn des Gruppenhochbehälters Mönchhof, der mit 13.000 m3 der größte Speicher des Verbandes ist. Ausbau der Anlagenüberwachung und ­steuerung durch die Errichtung einer neuen Fernwirkanlage. Errichtung einer Verbundleitung vom Brunnenfeld Neudörfl nach Wr. Neustadt und damit Schaffung einer Möglichkeit, im Notfall Wasser aus der 1. Wiener Hochquellleitung zu bekommen.

1981 ­- 1985: Reaktivierung bzw. Sanierung aller Brunnen und Quellen.
Anpassung an den neuesten Stand der Technik und Hygiene. Beginn des Austausches bestehender Ortsnetze wegen Überalterung.

1985: Wassererschließung im Raum Kittsee. Bau zweier Vertikalbrunnen. Probleme mit der Verkeimung von Wasser aus Karstwassergebieten des Leithagebirges. Probleme mit wilden Mülldeponien und Überdüngung landwirtschaftlicher Flächen mit Nitrat.

Im Frühjahr wird die alte Wasserzählereich- und Prüfstation, die mehr als 20 Jahre in Betrieb war, und auch Wasserzähler anderer Wasserversorger des Burgenlandes einer Nacheichung zuführte, auf den neuesten technischen Standard gebracht und im Juli feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

1986 - 1991: Hauptaugenmerk auf die Sicherung der Wasserversorgung, besonders auf die Erhaltung der Wasserqualität. Inkrafttreten strenger gesetzlicher Auflagen.

1991: Installierung einer Versuchsanlage zur Eliminierung des inzwischen auf 120 mg/l und mehr angestiegenen Nitratgehaltes beim Brunnen Kleylehof (rechts).
Beitritt der Gemeinde Dt. Jahrndorf zum Verband.
1993: Umstellung der Funk- und Fernsteuerungsanlage auf Bildschirmtechnik.
Ausbau der hauseigenen EDV-Anlage. Schaffung einer Kundendienstabteilung und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit.

1993: Umstellung der Funk- und Fernsteuerungsanlage auf Bildschirmtechnik. Ausbau  der  hauseigenen EDV-Anlage. Schaffung einer Kundendienstabteilung und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit.      

1994: Errichtung einer Ortsversorgung in Deutsch Jahrndorf nach Beitritt der Gemeinde am 1.1.1991. Aufgrund der immer schlechter gewordenen Wasserqualität aus dem Dorfbrunnen der Gemeinde wurde eine Sperre in Erwägung gezogen. Im Anschluss an die Errichtung einer als Voraussetzung notwendigen Ortskanalisation wurde mit der Planung und Umsetzung der Ortswasserleitung begonnen.

1995: Wegen der Überalterung der im Einsatz befindlichen Funk- und Fernsteuerungsanlage (es gab Probleme mit Ersatzteilen) wurde mit dem Bau einer neuen, den technischen Anforderungen der nächsten 10 Jahre entsprechenden Anlage, begonnen (unten).

1996: Weitere Investitionen in überregionale Anlagen und Transportleitungen zur Abdeckung der immer größer werdenden Sommerspitzen.
Bau der TL Neufeld ­ Müllendorf. Dadurch kann zusätzlich Wasser in den Osten des Verbandsgebietes transportiert werden.
Beginn von Projektierungsarbeiten für den Bau der Aufbereitungsanlage am Brunnen Kleylehof. Ausgelöst durch hohe Niederschläge und jahrelange Überdüngung der Böden ist der Nitratgehalt im Grundwasser, besonders im Bereich des Brunnens Kleylehof bei Halbturn weiter angestiegen, sodass zuletzt Nitratwerte von 120 mg/l und darüber festgestellt wurden. Für die Nitratentfernung entschloss man sich zum Bau einer Anlage auf der Basis der Elektrodialyse. Nach Konsultierung von Experten der Hochschule für Bodenkultur wurde dieses Verfahren als das den Erfordernissen eines Spitzenverbrauchsbrunnens entsprechendste erkannt.

1997: Vollendung der TL Neufeld ­ Müllendorf.
Zur Abdeckung des steigenden Wasserverbrauchs der LH Eisenstadt wurde im Stadtteil St. Georgen ein neuer Hochbehälter errichtet.
Abschluss der gesamten Funkerweiterung.

1998: Baubeginn des Brunnens Türkenhain in Purbach mit einer zu erwartenden Schüttmenge von 60 l/s Baubeginn des Behälters Rohrbach

1999: Inbetriebnahme und Eröffnung des Behälters Rohrbach.
Eröffnung der Nitrataufbereitungsanlage am Brunnen Kleylehof am 21. Mai 1999. Errichtung einer für die Betriebssicherheit dieser Anlage notwendigen Entsorgungsleitung für das anfallende Abwasser.
Beitritt der Gemeinde Wiesen zum WLV Nördl. Bgld. und anschließender Beginn von Sanierungsarbeiten und damit Anpassung an den Qualitätsstandard des Verbandes.

2000:  Bau eines Tiefbehälters beim Brunnen Neudörfl als Vorstufe für eine eventuell notwendig werdende Aufbereitungsanlage.
Einbau von UV-Bestrahlungsanlagen in den Brunnen Gols und Frauenkirchen zur Sicherung der Wasserqualität.
Eröffnung des GHB Rohrbach.
Umbau und Neugestaltung der Außenstelle Neusiedl. Errichtung eines Kundenzentrums für den Bezirk Neusiedl zur besseren Betreuung von Kundenwünschen.

2001: Beschluss zum Ankauf der Brunnenanlage der ehemaligen Gemüseverwertungs AG in Neusiedl. Beginn von Pumpversuchen zur Erkundung der Wasserschüttung.
Einbindung des Brunnens Marek in Bruckneudorf in das Versorgungssystem des Verbandes.

2002: Umbau der Zentrale Eisenstadt und Schaffung eines neuen Kundenzentrums.
Eröffnung des Brunnens Türkenhain in Purbach.

2003: Fertigstellung des Baues des Behälters Großhöflein und der dazugehörigen Transportleitung. Beginn der Umstellung der Wasserzähler-Ablesung auf Fernablese ­ Pilotprojekt.

2004: Bauarbeiten am Brunnen Baumgarten mit einer voraussichtlichen Schüttung von 15 l/s. Errichtung einer Anlage zur Entfernung von Eisen und Mangan. Die Förderleistung dieses Brunnens gewährleistet die Wasserversorgung in diesem Bereich und entlastet das System Mattersburg ­ Marz ­ Rohrbach.
Sanierungsarbeiten an Transportleitungen mit dem Relining-Verfahren.

2005: Beitritt der Gemeinde Forchtenstein zum WLV mit 1. Jänner 2005.
Beginn von Sanierungsarbeiten zur Erreichung des Standards der Verbandsanlagen.
Erweiterung des Brunnens Neufeld um 60 l/s.
Umlegung der TL im Bereich Kittsee wegen Bau der Autobahn A6. Eröffnung des Brunnens Baumgarten.

2006: WLV ging aus Benchmarking-Studie der ÖVGW als BEST PRACTICE-Betrieb hervor!
Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland hat sich an einer Benchmarking - Studie der Technischen Universität Graz, der Universität für Bodenkultur Wien und der Fachhochschule Wr. Neustadt beteiligt und sich damit einem gesamtbetrieblichen Vergleich mit 68 Wasserversorgern gestellt. Die wissenschaftliche Studie ergab nun, dass der WLV im Bereich der Wasserversorgung auf bundesweit höchstem Qualitätsniveau arbeitet und als BEST PRACTICE – Betrieb eingestuft wurde.

2007: Landtag beschließt neues WLV-Gesetz und stellt den WLV damit auf eine neue rechtliche Grundlage
Schlank, modern, effizient - im Lichte dieser Parameter wurde die rechtliche Grundlage des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland einer Änderung unterzogen. Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland kann im Rahmen dieses neuen Gesetzes nach modernen und ökonomischen Grundsätzen arbeiten. Die Novelle soll zu einer Straffung der Organisationsstruktur führen, den Organe des Wasserleitungsverbandes mehr Verantwortung übertragen, eine teilweise Abkoppelung von gemeinderechtlichen Vorschriften erleichtern, dem Verband (auch über das Gebiet der Verbandsgemeinden hinaus, beispielsweise mit Ungarn) die Möglichkeit geben, Kooperationen einzugehen, Tochterunter- nehmen zu gründen und die Abgabenerhebung, die bis dato über die Gemeinden erfolgte, selbstständig durchzuführen.

2008: Gründung der PLATTFORM WASSER BURGENLAND
Die bislang lose Interessensgemeinschaft hat sich zu einem Verein zusammen  geschlossen. In der PLATTFORM WASSER BURGENLAND sind alle größeren Wasserversorger des Burgenlandes zusammengeschlossen. Die Vereinigung soll die qualitativ hochwertige und kostengünstige Trinkwasserversorgung sichern. Dieser Zusammenschluss von Experten der gemeinnützigen  Wasserversorgung dient zur vermehrten und engeren Kooperation sowie zum verbesserten Erfahrungs- und Wissensaustausch.
Gründung und Organisation der WLV GmbH.

2009: Errichtung der Brunnen- und Aufbereitungsanlage in Neusiedl

2010: (Neu-)Ausweisung der Schutz- und Schongebiete bei den Brunnen in Frauenkirchen, Kittsee, Oggau, Purbach und Neufeld
          
2011: Abwendung eines Umweltskandals in Lichtenwörth
Brunnenerrichtungen in Oggau, Kittsee und Gols im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts "Aqua Burgenland Sopron"

2012: Ansiedlung der Produktion von Coca Cola in Edelstal
Zusammenschluss der Einsatzpartnerschaft zur Notfallversorgung über die Plattform Wasser Burgenland
Etablierung einer "Interkommunalen Kooperation" mit dem Wasserverband Wulkatal zur Umsetzung des GIS-Kanalkatasters

2013: Beitritt der Gemeinde Potzneusiedl
Fertigstellung des 2. Teils der grenzüberschreitenden Projekts "Aqua Burgenland Sopron"
WLV ging aus Benchmarking-Studie der ÖVGW abermals als BEST PRACTICE-Betrieb hervor!
Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland hat sich an einer Benchmarking - Studie der Technischen Universität Graz, der Universität für Bodenkultur Wien und der Fachhochschule Wr. Neustadt beteiligt und sich damit einem gesamtbetrieblichen Vergleich mit 58 Wasserversorgern gestellt. Die wissenschaftliche Studie ergab nun, dass der WLV im Bereich der Wasserversorgung auf bundesweit höchstem Qualitätsniveau arbeitet und als BEST PRACTICE – Betrieb eingestuft wurde.

Eine Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) wurde unterzeichnet. Auf Basis dieser Finanzierungskooperation mit der EIB sollen die Wasserleitungssysteme innerhalb des Nord- und Mittelburgenlandes erneuert und mit dem ungarischen Wasserleitungssystem in der Region des Pannonischen Beckens verbunden werden. Der Vertrag wurde in Luxemburg unterzeichnet.

2014: Spatenstich zum Projekt „Aqua Burgenland Sopron“. Der Raum Wien, Györ, Bratislava, Sopron und Eisenstadt entwickelt sich gesellschaftlich, wirtschaftlich und touristisch sehr dynamisch. Zur Absicherung dieser Entwicklung und zur zukünftigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung wurde das Projekt „Aqua Burgenland Sopron“ entwickelt. Durch den Zusammenschluss erfolgt insbesondere eine nachhaltige Absicherung der Wasserversorgung für den gesamten pannonischen Raum Neusiedler See, in dem rund 300.000 Menschen leben. Die Errichtung einer länderübergreifenden Wasserversorgung zur gegenseitigen Absicherung ist das Ziel des Projektes. Vernetzt werden dabei die Wasserversorgungssysteme des Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland (66 Gemeinden), des Wasserverband Mittleres Burgenland (18 Gemeinden) sowie der Stadt Sopron samt Umlandgemeinden (29 Gemeinden). Die Investitionskosten des grenzüberschreitenden Vorzeigeprojekts belaufen sich auf ca. € 100 Mio.
Ausbau der Interkommunalen Kooperationen mit dem Wasserverband Wulkatal und Reinhalteverband Region Neusiedler See-Westufer. Zwecks Nutzung von Synergien und Optimierung der Betriebskosten wurde mit dem benachbarten Abwasserverband Reinhalteverband Region Neusiedler See-Westufer die Erstellung des Kanalkataster durch den WLV als auch mit dem Wasserverband Wulkatal die gegenseitige Bereitstellung und Ausnutzung von Geräte- und Personalressourcen in einem Kooperationsvertrag vereinbart.

2015: Ein Kooperationsvertrag zur gegenseitigen Absicherung zwischen den Wasserversorgern von Wien, Wr. Neustadt und dem Nordburgenland wird geschlossen.  Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen MA 31 – Wiener Wasser, den Wiener Neustädter Stadtwerken und dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland erhöht die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser in der Ostregion. Neben dem Austausch von Know-How bedeutet die gegenseitige Bereitstellung von Trinkwasser in Notsituationen über die vorhandenen Verbindungsleitungen eine wesentliche Verbesserung der Versorgungssicherheit.
Rekordinvestitionen in der Höhe von € 15,85 Mio. wurden zur Sicherstellung der Versorgung und zur Aufrechterhaltung der Wasserqualität getätigt.

2016: Eine intensive Rechnungshofprüfung stellt dem WLV ein tadelloses Zeugnis aus.